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Beispiel


   
 

Anwendungsbeispiel


 

Das Beispiel vergleicht zwei Recyclingalternativen für ein vereinfachtes Elektronikprodukt. Der zu Grunde gelegte Elektronikabfall besitzt die in der Tabelle "Materialzusammensetzung eines beispielhaften Abfallprodukts" wiedergegebene Materialzusammensetzung aus Epoxidharz (EP), Glasfasern (GF), Kupfer (Cu), Gold (Au) und Polycarbonat (PC). 




Tabelle: Materialzusammensetzung eines beispielhaften Abfallprodukts

 

Es werden exemplarisch zwei Entsorgungsoptionen für den Elektronikabfall bewertet:

  1. die Verwertung von Kupfer und Edelmetallen der bestückten Flachbaugruppe (PWB) und die Beseitigung (Deponie) des Polycarbonatgehäuses (PC).
  2. die Demontage des Polycarbonatgehäuses und die Verwertung von Kupfer und Edelmetallen der bestückten Flachbaugruppe sowie die Verwertung des demontierten PC-Gehäuses.



Abbildung: zwei alternative Entsorgungsoptionen für die eco2 Bewertung

Die Abbildung "Zwei alternative Entsorgungsoptionen für die eco2 Bewertung" zeigt die betrachteten Prozessschritte und Systemgrenzen.

Die Basis der Bewertung ist die Erstellung von Referenzsystemen, die dazu dienen die eco2 Bewertungsskalen zu definieren. Die Idee beruht darauf, durch ökonomische und ökologische Referenzindikatoren eine Skala von einem theoretischen Maximum bis zu einem theoretischen Minimum zu haben. Die Referenzsysteme beziehen sich auf die Materialzusammensetzung des zu berücksichtigenden Abfalls.

Beide Referenzsysteme definieren die eco2 Skalen in einem Koordinatensystem. Für die Bewertung werden die alternativen Verwertungssysteme modelliert und ihre Berechnungsergebnisse im Koordinatensystem dargestellt, wie die Abbildung "Der eco2-Recyclinggraph zeigt die Bewertungsergebnisse" für das Beispiel zeigt.

  • Das ökonomische Maximum ergibt sich aus der Summe der Marktwerte der jeweiligen Materialien als Primärmaterialien. Dieses wird ohne Berücksichtigung eines entsprechenden Aufwands angegeben und entspricht dem theoretischen, technisch nicht zu erreichenden Wert 7,99 EURO auf der y-Achse.
  • Die Stützstelle des ökonomischen Nullpunktes ergibt sich daraus, dass Aufwand und Ertrag in gleicher Höhe vorliegen (siehe Nullpunkt der y-Achse).
  • Der ökologische Nullpunkt ist der theoretische, technisch nicht zu erreichende Nullpunkt der x-Achse, der für den Fall der Erzeugung der enthaltenen Materialien in bester, marktüblicher Qualität ohne Umweltwirkungen hervorzubringen steht.
  • Die ökologische Stützstelle der Primärroutenherstellung entspricht den Umweltwirkungen, die im Falle der Erzeugung der Materialien als Primärmaterialien entstehen. Dabei wird der entsprechende Marktwert im Nenner berücksichtigt (siehe Referenz der Primärroute auf der x-Achse.

Der eco2 Recycling Graph aus der Abbildung "Der eco2-Recyclinggraph zeigt die Bewertungsergebnisse" zeigt einen klaren ökologischen Vorteil im Falle des Polycarbonatrecyclings (x-Achse). Ökonomisch bieten die Erlöse des Sekundärpolycarbonats jedoch nur einen sehr geringen Vorteil (y-Achse). Dies ergibt sich daraus, dass die zusätzlich notwendige Demontage gegenüber den erzielbaren Erträgen aus dem Sekundär-PC kaum Vorteile bietet, da die Aufwendungen und Erträge für das Kupfer und Gold relativ dazu auf hohem Niveau liegen. Dennoch liegt die Option mit PC Recycling im positiven ökonomischen Bereich gegenüber der Option ohne PC Recycling, die keine Ertragssituation liefert.

 




Abbildung: der eco2-Recyclinggraph zeigt die Bewertungsergebnisse

   
 
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